Familie Silvio Pedro Minussi und Familie Celso Ricaro Minussi

Die Minussis
Die Minussis

Anbaufläche: 11 ha
Höhenlage: 1.060-1.200 m ü.NN
Sorten: Catuai Amarelo, Catuai Vermelho, Mundo Novo, Bourbon Amarelho, Tupi

 

 

(Silvio Minussi März 2010):

"Der Kaffee trat in unser Leben, als wir beschlossen, endlich unsere eigenen Herren zu werden. Wir wollten nur noch für uns selbst schuften, auf unserem eigenen Land, das wir zuvor gekauft hatten.

Die Kaffeeerzeugung war für uns ein Lernprozess, denn eigentlich hatten wir keine Ahnung von der Pflanze, die wir da anbauen wollten.

 

Der Anfang war sehr schwierig, zumal das Land, das wir erworben hatten, zuvor brach lag. Es gab keine Infrastruktur und unsere finanzielle Situation war prekär.

Durch Mitgliedschaft verschiedenen Verbänden, Besuch von Vorträgen und Lehrgängen merkten wir bald, dass wir nicht einfach so drauf los produzieren konnten. Nein, wir sollten sozial und ökologisch verantwortlich Kaffee anbauen oder einfach ausgedrückt: nachhaltig.
Mit diesem Leitbild im Kopf entdeckten wir für uns den biologischen Landbau und mit ihm Menschen die für uns eine wichtige Rolle spielten und noch spielen.
Marcos von FAF bat uns, Proben unserer Kaffees zu seiner Farm zu bringen. Dort trafen wir seine Familie. Marcos schlug uns eine Partnerschaft vor, die es uns ermöglichen sollte, unseren Kaffee für einen angemessenen Preis zu verkaufen, zumal sich unser Kaffee durch etwas Besonderes auszeichnete: Qualität, Erhalt der Umwelt und Verantwortung für die Arbeiter, die mit uns zusammen diesen Ertrag erst ermöglichen.  

Wir hatten von Massenware auf Spezialitätenkaffee umgestellt und wurden zum ersten Familienbetrieb unserer Gegend, der seinen Kaffee selbst exportierte.
Im zweiten Jahr unserer Partnerschaft konnten wir bei gleicher Qualität noch bessere Preise erzielen. Über diesen We gist e suns sogar gelungen, aktiver Partner von FAF zu warden und nicht nur Kaffee auf unserer eigenen Farm zu erzeugen, sondern auch auf Marcos’ Fazenda eigene Pflanzungen bewirtschaften zu können, die erstmal in zwei Jahren Ertrag einbringen sollen.

Bis dahin werden wir den jetzt eingeschlagenen Weg fortsetzen – nach Möglichkeit noch viele Jahre lang. Und wir zweifeln keine Sekunde daran, dass es sich lohnt in Nachhaltigkeit und Qualität zu investieren, denn die Natur braucht unseren Schutz und die Menschen all unseren Respekt. "